Manche Disney-Filme werden zu kulturellen Meilensteinen – doch „Raya und der letzte Drache” spaltete das Publikum von Anfang an. Der Animationsfilm von 2021 wagte mit einer Premium-Streaming-Strategie ein ungewöhnliches Experiment: 21,99 Euro Aufpreis zum regulären Disney+-Abo, direkt zum Kinostart. Ob sich das lohnte, welche Kritikerstimmen die Diskussion prägten und wo man den Film heute findet – hier erfährst du alles, was zählt.

Erscheinungsjahr: 2021 · Regie: Don Hall und Carlos López Estrada · Produktion: Walt Disney Animation Studios · Laufzeit: ca. 107 Minuten · Streaming: Disney+

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Film bleibt exklusiv auf Disney+ verfügbar (Filmstarts Meldung)
  • Keine Kino-Wiederaufführung angekündigt (TELE.ch Verfügbarkeitsbericht)

Warum war Raya ein Flop?

Die Frage, ob „Raya und der letzte Drache” ein Flop war, hängt davon ab, welche Messlatte man anlegt. Der Film war ursprünglich für eine Kinoauswertung konzipiert, wurde aber wegen der Pandemie auf Disney+ verschoben – nach „Soul” der zweite große Disney-Animationsfilm, der direkt im Streaming startete (TELE.ch Streaming-Bericht). Disney setzte auf das sogenannte Premium-Angebot: Wer den Film am Erscheinungstag sehen wollte, zahlte einmalig 21,99 Euro extra zum regulären Abo (Filmstarts Meldung).

Finanzerfolge

Die Premium-Strategie von Disney erwies sich als gewagt. Kritiker bemerkten schnell, dass der hohe Aufpreis von 22 Euro viele Zuschauer abschreckte. Der Film sollte gleichzeitig in Kinos in Ländern mit geöffneten Kinos gezeigt werden (UNCUT-Movies Filmbesprechung), doch die parallele Streaming-Veröffentlichung schwächte beide Vertriebswege.

Kritiken und Zuschauerreaktionen

Kritiker bemängelten, dass der Film oberflächliche Umwälzungen bietet und sein Potenzial nicht vollständig entfaltet. Das Drachenland Kumandra – inspiriert von Südostasien – zerbricht in fünf verfeindete Provinzen infolge von Neid und Missgunst, doch die Erzählung erreicht dieses Thema nicht mit der Tiefe, die es verdient hätte (Filmstarts Kritik). „Raya und der letzte Drache” kommt gänzlich ohne Romantik aus, im Gegensatz zu anderen Disney-Filmen, was sowohl als Stärke als auch als Manko gewertet wurde (Prisma Filmbesprechung).

Der Widerspruch

Disney verlangte 21,99 Euro Premium-Aufpreis, lieferte aber einen Film, der laut Kritikern „oberflächliche Umwälzungen bietet und sein Potenzial nicht vollständig entfaltet” – eine Kombination, die bei Zuschauern für Unmut sorgte.

Produktionshintergründe

Hinter den Kulissen arbeiteten die Walt Disney Animation Studios – bekannt für Filme wie „Vaiana” und „Die Eiskönigin” – an einem Projekt mit ambitioniertem Anspruch. Die Hauptfigur Raya wird als zielstrebige Kriegerin präsentiert, die Abenteuer wie Indiana Jones erlebt und durch eine postapokalyptische Welt reitet (Filmstarts Kritik). Im Original spricht Kelly Marie Tran (Raya), auf Deutsch Christina Ann Zalamea; Rayas Vater wird von Daniel Dae Kim gesprochen (Filmstarts Kritik).

Der Film enthält realistische Kampfszenen für einen Animationsfilm, die teilweise sehr düster wirken – einige Szenen seien emotional und bildlich so intensiv, dass auch Erwachsene schlucken müssen. Das unterscheidet ihn von typischen Kinderfilmen, obwohl niedliche Tierchen diesen Eindruck erwecken (Film-Rezensionen.de Kritik).

Die Implikation: Disneys Experiment mit dem Premium-Streaming-Modell offenbarte eine Gratwanderung zwischen Innovation und Zuschauererwartung – ein Problem, das die gesamte Branche seit der Pandemie beschäftigt.

Wo kann ich Raya und der letzte Drache schauen?

Die Antwort ist eindeutig: „Raya und der letzte Drache” ist ein Disney+-Original und bleibt exklusiv auf dieser Plattform verfügbar. Der Film startete am 5. März 2021 als Premium-Angebot mit zusätzlichen Kosten, wurde aber ab Juni 2021 für alle Disney+-Abonnenten ohne Zusatzkosten freigegeben (TELE.ch Verfügbarkeitsbericht).

Streaming-Dienste

Disney+ ist der einzige legale Streaming-Anbieter für diesen Film. Wer bereits ein Disney+-Abo besitzt, findet den Film in der Bibliothek ohne weitere Kosten. Das Abo kostet in Deutschland je nach Tarif zwischen 8,99 und 13,99 Euro monatlich.

Kauf- und Mietoptionen

Digitale Kaufoptionen über andere Plattformen sind möglich – der Film ist als Download bei Anbietern wie Amazon Video oder Apple TV+ erhältlich. Die Mietpreise variieren, liegen aber typischerweise bei 3,99 bis 5,99 Euro für eine 48-stündige Ansicht.

Aktuelle Verfügbarkeit

Stand Juli 2025 gilt: Disney+ bleibt die Heimat von „Raya und der letzte Drache”. Eine Kino-Wiederaufführung wurde nicht angekündigt, und eine Veröffentlichung auf anderen Streaming-Plattformen ist unwahrscheinlich, da Disney seine Inhalte exklusiv auf Disney+ hält.

Was das bedeutet: Für Fans, die Disney+ noch nicht abonniert haben, rechnet sich das Abo nur, wenn weitere Disney-Inhalte interessant sind – ein Einzelkauf auf digitalen Plattformen kann günstiger sein.

Ist Raya und der letzte Drache auf Netflix?

Nein – und daran wird sich vermutlich nichts ändern. Disney+ behält seine Originals-Inhalte traditionell exklusiv auf der eigenen Plattform. „Raya und der letzte Drache” ist und bleibt ein Disney+-Original.

Verfügbarkeit prüfen

Eine Suche auf Netflix zeigt: Der Film ist dort nicht gelistet und war dort auch nie verfügbar. Das liegt an der Exklusivitätsstrategie von Disney, die eigene Produktionen nur über Disney+ vertreibt.

Alternativen zu Netflix

Falls Netflix keine Option ist, bleibt als legale Alternative Disney+. Wer den Film lieber digital besitzen möchte, findet ihn bei Amazon Video, Apple TV+ oder Google Play Movies – dort kann man den Film kaufen oder leihen.

Was zu beachten ist

Wer Disney+-Inhalte sucht, wird auf Netflix, Amazon Prime Video oder anderen Plattformen nicht fündig – die Exklusivität ist Teil von Disneys Geschäftsmodell seit 2019.

Wie heißt der letzte Drache von Raya?

Der letzte Drache heißt Sisu – ein weiblicher Wasserdrache, der zur zentralen Figur des Films wird. Raya reist sechs Jahre lang durch ein fast völlig verwüstetes Land, bevor sie auf Sisu trifft (Filmstarts Kritik).

Sisu als zentraler Charakter

Sisu ist keine typische Disney-Nebenfigur, sondern eine selbstbewusste, humorvolle Drachenfrau mit eigener Agenda. Im Original spricht Awkwafina die Rolle (Filmstarts Kritik), was dem Charakter eine besondere Note verleiht. Die Chemie zwischen der tougheren Raya und der selbstbewussten Sisu bildet das emotionale Zentrum des Films.

Rolle im Film

Die Geschichte spielt 500 Jahre nach dem Opfer der Drachen gegen die Druun – dämonische Wesen, die das Land verwüsten. Sisu ist eine der letzten Überlebenden dieser Opferung und der Schlüssel zur Rettung Kumandras (YouTube Filmbesprechung).

Der Widerspruch: Sisu ist als Figur charmant und wichtig für die Handlung, doch Kritiker bemängelten, dass der Film zu viele schrullige Sidekicks enthält, die die Erzählung fragmentieren – Sisu steht damit in einem Film, der manchmal an seinem eigenen Charme zu ersticken droht.

Warum ist Raya umstritten?

Die Kontroverse um „Raya und der letzte Drache” hat mehrere Dimensionen: die Preisgestaltung, die kulturelle Repräsentation und die Frage, ob Disney mit der Qualität des Erwarteten entsprach.

Darstellungs-Kritik

Einige Kritiker bemängelten, dass die Darstellung südostasiatischer Kulturen oberflächlich blieb – obwohl das Team sichtlich Wert auf Authentizität legte. Die Geschichte um Einheit und Vertrauen in einer fragmentierten Welt wurde als positives Zeichen gewertet, doch die Umsetzung fand nicht durchgängig Anklang.

Kulturelle Aspekte

Das Drachenland Kumandra ist klar von Südostasien inspiriert – Architektur, Kostüme und Kampfkunststile orientieren sich an verschiedenen Kulturen der Region. Doch einige Kommentatoren fragten, ob die Inspiration tief genug ging oder ob es bei visuellen Anleihen blieb.

Die Kontroverse zeigt, wie hoch die Erwartungen an Disney bei kultureller Repräsentation mittlerweile sind – der Film lieferte visuell beeindruckende Anleihen, doch die Tiefe wurde teils vermisst.

Upsides

  • Beeindruckende Animation und visueller Stil
  • Starke Synchronsprecher-Leistungen (Kelly Marie Tran, Awkwafina)
  • Südostasiatisch inspirierte Welt mit kultureller Tiefe
  • Actionsequenzen auf Augenhöhe mit Live-Action
  • Thema Einheit und Vertrauen bleibt relevant
  • FSK 6-Freigabe macht ihn für Familien zugänglich

Downsides

  • Premium-Preis von 21,99 Euro schreckte Zuschauer ab
  • Kritiker bemängelten oberflächliche Handlung
  • Zu viele Sidekicks fragmentieren die Erzählung
  • Premium-Streaming-Strategie war kommerziell umstritten
  • Einige Szenen zu düster für sehr junge Zuschauer
  • Fortsetzung bisher nicht offiziell bestätigt

Zitate und Stimmen

„Raya und der letzte Drache schickt eine so tolle wie toughe Disney-Prinzessin in eine faszinierende postapokalyptische Fantasy-Welt.”

— YouTube Kritiker (Film-Kritik auf Deutsch)

„Ob das neue Disneyabenteuer den satten Aufpreis von 22 Euro wert ist, erfahrt ihr im Video!”

— YouTube Kritiker (Film-Kritik auf Deutsch)

„Die klassische Heldengeschichte dürfte nur jüngere Zuschauer hinter dem Ofen hervorlocken.”

CinemaForever Filmbesprechung

Zusammenfassung

„Raya und der letzte Drache” bleibt ein bemerkenswerter Film – nicht wegen seines kommerziellen Erfolgs, sondern weil er eine Übergangszeit in der Disney-Geschichte markiert. Die Premium-Streaming-Strategie war ein Experiment, das nicht vollständig aufging, während die Animation und die kulturellen Anleihen Qualitäten zeigten, die bei Kritikern wie Zuschauern ankamen.

Fazit: Disney+ hat mit „Raya und der letzte Drache” ein Format ausprobiert, das Fans spaltete. Kelly Marie Tran liefert als Raya eine starke Performance und der Film bietet visuelle Pracht und eine wichtige Botschaft über Vertrauen – doch wer 22 Euro Aufpreis zahlte, erwartete möglicherweise mehr Tiefe. Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren bleibt der Film einen Blick wert; für Filmfans, die auf Streaming-Schnäppchen hoffen, ist er auf Disney+ ohne Zusatzkosten verfügbar. Wer Netflix bevorzugt, wird allerdings nie fündig.

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es Raya und der letzte Drache 2?

Eine Fortsetzung wurde offiziell bisher nicht bestätigt. Gerüchte über Pläne für einen zweiten Film kursieren, doch Disney hat keine konkreten Ankündigungen gemacht.

Wer ist Sisu in Raya und der letzte Drache?

Sisu ist der letzte überlebende Drache im Film. Sie ist ein weiblicher Wasserdrache und wird von Awkwafina im Original synchronisiert. Sisu begleitet Raya auf ihrer Reise durch Kumandra.

Was ist die Handlung von Raya und der letzte Drache?

Die Geschichte spielt 500 Jahre nach dem Opfer der Drachen gegen die Druun. Raya reist sechs Jahre durch ein verwüstetes Land, um das zerbrochene Drachenland Kumandra wieder zu vereinen. Dabei sucht sie den letzten Drachen Sisu.

Kann man Raya und der letzte Drache kaufen?

Ja, der Film ist digital bei Amazon Video, Apple TV+ und Google Play Movies erhältlich. Alternativ kann man ihn auf Disney+ mit einem regulären Abo anschauen.

Welche Synchronsprecher hat Raya und der letzte Drache?

Im Original spricht Kelly Marie Tran die Raya, auf Deutsch Christina Ann Zalamea. Awkwafina synchronisiert Sisu. Weitere bekannte Sprecher sind Daniel Dae Kim (Rayas Vater) und Gemma Chan (Namaari).

Ist Raya und der letzte Drache familientauglich?

Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben (FSK 6). Allerdings enthalten einige Kampfszenen düstere Elemente, die für sehr junge Kinder möglicherweise einschüchternd wirken können.

Wie lange ist Raya und der letzte Drache?

Die Laufzeit beträgt 108 Minuten, was etwa 1 Stunde und 48 Minuten entspricht.